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Brose Baskets
FC Bayern München
22 May
85 : 98

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Klarer 98:72-Erfolg zum Finalauftakt

Deutlich und in überzeugender Manier haben die Brose Baskets das erste Spiel der Finalserie 2012 gegen ratiopharm Ulm mit 98:72 (49:28) für sich entschieden. Sechs Spieler mit zweistelliger Punktausbeute, angeführt von P.J. Tucker mit 18 Zählern, sowie ein mit acht Punkten und zwölf Rebounds am Double-Double kratzender Marcus Slaughter standen für eine herausragende Teamleistung, welche die Schwaben vor dem zweiten Spiel am Mittwoch um 20 Uhr in Ulm gehörig unter Druck setzt.





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Ohne Isaiah Swann in der Startformation starteten die Gäste in ihr erstes Finale im aktuellen Jahrtausend, Per Günther, Sebastian Betz, Steven Esterkamp, Dane Watts und MVP John Bryant bildeten die erste Fünf. Bamberg hielt mit Bewährtem dagegen, die Nummern 21 bis 25, nach Positionen also Brian Roberts, Anton Gavel, Casey Jacobsen, P.J. Tucker und Tibor Pleiß, durften die Aufwärmtrikots schon zum Sprungball ablegen. Den ersten Ball sicherten sich mit Bamberger und durch den weit offenen Roberts sowie Anton Gavel auch gleich die ersten sechs Punkte der Begegnung. Über John Bryant trugen sich auch die Gäste auf dem Bogen ein, doch Pleiß legte vier Zähler nach zum 10:2 nach zwei Minuten. Erneut sorgte Bryant für etwas Anschluss, doch sein Coach sah sich früh zum Handeln gezwungen und ersetzte Betz durch Swann. Zunächst jedoch blieben die Gastgeber am Drücker, bauten durch einen Dunking Tuckers auf Alley-Hoop-Zuspiel von Roberts ihre Führung auf 15:6 aus, ehe Swann durch drei Freiwürfe nach fünf Minuten seine erste Duftmarke setzte. Zwar kam die Offensive der Schwaben nun ins Rollen, hinten konnten sie Bambergs Kreise aber noch nicht entscheidend stören. Karsten Tadda hingegen verbuchte kurz nach seiner Einwechslung unmittelbar einen Ballgewinn, der die ersten von vier Tucker-Punkten zum 26:15 einleitete. Bei diesem Ergebnis blieb es auch nach zehn Minuten, weil Tadda und Bryant ihre guten Optionen aus der Distanz nicht verwerten konnten.

Bamberger Abwehr steht bombensicher

Etwas stockender als der Spielbeginn gestaltete sich der Auftakt ins zweite Viertel, wo es knapp 90 Sekunden dauerte, ehe Slaughter im Post nach einem Missmatch nur per Foul zu bremsen war und sicher von der Freiwurflinie verwandelte. Anton Gavel saß zu diesem Zeitpunkt bereits mit zwei Fouls belastet auf der Bank, auch ohne den vor dem Spiel mit der Trophäe zum besten Verteidiger der Liga geehrten Guard stand die Defensive der Domstädter aber bombig und erzwang zwei Ballverluste von Mason-Griffin, der sich dabei auch sein zweites Foul abholte. Slaughter traf von der Freiwurflinie, Ulm hingegen reichten 24 Sekunden nicht zum Abschluss und Jenkins scorte mit etwas Glück aus der Distanz zum 31:15. Erst nach über vier Minuten erlöste Nankivil die mitgereisten Anhänger durch einen sauberen Mitteldistanzwurf und Leibenath wechselte mit Bryant seine wichtigste Lowpostoption wieder ein. Zudem wechselten die Münsterstädter ihre Defensivaufstellung zugunsten einer Zonenverteidigung nach eigenem Korberfolg. Bamberg ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen, Roberts schoss über den absinkenden Bryant seinen nächsten Dreier zum 43:20. Der ehemalige Breitengüßbacher Sebastian Betz brachte mit seinem beherzten Einsatz schließlich die Gäste wieder besser in die Spur, zur Pause hieß es dennoch recht deutlich 49:28 für die Brose Baskets.

“Chaos-Phase“ unbeschadet überstanden

Mit Slaughter, dem auch gleich die ersten Punkte im Nachfassen glückten, für Pleiß startete Bamberg die zweite Hälfte, Fastbreakpunkte Tuckers schraubten den Vorsprung auf 25 Zähler. Tucker, auf kluges Zuspiel Slaughters, erhöhte per Dreier weiter, doch Dane Watts signalisierte für Ulm, dass man längst nicht gewillt war, sich noch einmal 20 Minuten lang so abkochen zu lassen. Auch Esterkamp und Bryant trafen nun Distanzwürfe, wodurch das Defizit in der 26. Minute von 28 auf 21 Punkte geschrumpft war und Chris Fleming seine Spieler in einer Auszeit daran erinnern musste, die Konzentration zu wahren. Bryant brachte Ulm unter 20 Punkte Rückstand, doch Mason-Griffin verlegte frei am Brett und Tucker war nach einer sensationellen Passfolge aus der Ecke erfolgreich. Durch ein technisches Foul, sein drittes, leistete er seinem Team allerdings einen Bärendienst, der für ihn eingewechselte Jacobsen kassierte sogar sein viertes. Ein Ballgewinn Suputs sowie Esterkamps “Notbremse“ kamen dann aber wieder Bamberg gelegen, nach 28 Minuten und einem weiteren Dreipunktspiel des Routiniers hieß es 68:45. Die Chaos-Phase schien nun beendet, nach drei Vierteln hatte man den Halbzeitvorsprung beim Stand von 73:49 sogar noch ausgebaut.

Schaulaufen in den Schlussminuten

Die Absicht, diese Führung auch nicht mehr abzugeben, untermauerten die Hausherren zu Beginn des letzten Viertels, als ein Suput in Galaform Dane Watts ein ums andere Mal alt aussehen ließ. Sieben Minuten vor dem Ende war trotz Ulmer Dauerfeuer aus allen Lagen längst klar, dass der Titelverteidiger mit einer 1:0-Serienführung im Gepäck unter der Woche an die Donau reisen würde, zu eindeutig gestalteten sich die Kräfteverhältnisse auf dem Parkett bei über 25 Zählern Vorsprung der Oberfranken. Marcus Slaughter dominierte den Rebound, zudem hatten die Schützen ihr Visier perfekt eingestellt und bis zur 36. Minute beim 93:64-Zwischenstand 57 Prozent ihrer Dreier und 60 Prozent der Zweipunktwürfe versenkt, ehe die letzten Minuten zu einem Schaulaufen wurden.

Brose Baskets: Tucker (18), Roberts (17), Pleiß (12), Suput (12), Gavel (11), Jenkins (10), Slaughter (8), Jacobsen (6), Schmidt (2), Tadda (2), Neumann
ratiopharm Ulm: Bryant (13), Swann (13), Nankivil (12), Betz (8), Mason-Griffin (8), Günther (7), Esterkamp (6), Watts (5), Torbert, Wenzl
 


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