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Brose Baskets ziehen Halbzeit-Bilanz


Nach dem Erreichen der zweiten Runde des Eurocups und der erfolgreichen Pokalqualifikation zeigte sich Brose Baskets Manager Wolfgang Heyder auf einer Pressekonferenz am Montag in Bamberg „zufrieden mit dem bisher erreichten.“ Mit der Qualifikation für die Last-16 im zweithöchsten europäischen Wettbewerb habe die Mannschaft eines ihrer Saisonziele bereits verwirklicht. Nur noch einen Sieg entfernt sei man von der Teilnahme am Top-4-Turnier der Beko BBL am 10. und 11. April in Frankfurt, dem zweiten erklärten Ziel der Mannschaft.

Im Kampf um die Meisterschaft weist der zweimalige Deutsche Meister und Pokalsieger von 1992 zwar eine ausbaufähige Bilanz von 11 Siegen aus 20 Spielen aus, Heyder zeigt sich aber nach wie vor überzeugt von der Qualität des Teams: „Ich bin sicher, dass diese Mannschaft noch viel erreichen kann. Trotz der letzten Rückschläge hat die Mannschaft durch die Verpflichtung von Anton Gavel eine Stabilisierung erfahren.“ sagt Heyder. Erst drei von neun Spielen haben die Bamberger mit dem slowakischen Point Guard in der Beko BBL verloren. „Sicherlich hätte ich mir einen besseren Start in die Saison gewünscht, aber ich denke, wir sind jetzt auf einem guten Weg“, so der Manager. „Unser drittes Ziel ist das Erreichen der Playoffs und hier vor allem das Heimrecht. Ich denke, dass wir von den verbleibenden 14 Spielen dazu mindestens elf, besser zwölf, gewinnen müssen“, dies werde allerdings nicht leicht, schätzt der Manager mit Blick auf die gegnerischen Teams, die inzwischen „alle sehr stabil“ seien, die Situation ein.

Das Team zeige sich inzwischen „verbessert in der Verteidigung. Man hat gegen Hagen gesehen, dass wir auch in glanzlosen Spielen einen Sieg über die Verteidigung einsteuern können.“ Heyder zeigt sich erfreut über die gute Entwicklung der jungen Spieler: „Karsten Tadda steckt derzeit in einem kleinen Tief und wird sich auf seine primären Stärken besinnen müssen. Tibor Pleiß hat sich sehr gut entwickelt.“ Mehr verlange man von Casey Jacobsen. „Casey ist ein überragender Teamplayer. Er gibt im Team nach Goldsberry die meisten Assists, reboundet sehr gut. Wir brauchen allerdings von ihm mehr Aggressivität im Angriff. Gerade gegen die großen Teams werden seine Leistung und seine Punkte ein Schlüssel sein.“ Auch von Elton Brown werde mehr erwartet. Der Center habe sich aber gegen Biella und gegen Hagen in verbesserter Form gezeigt. Brian Roberts sei im Team, neben dem zuverlässigen Predrag Suput, der Spieler, der unbestreitbar die besten Offensivqualitäten aufweise. Er habe aber „in der Verteidigung durchaus noch Luft nach oben.“ Bei den Pointguards sei Anton Gavel derzeit, auch aufgrund von Knieproblemen von John Goldsberry, die Nummer eins. „Goldsberry hatte nach seiner Verletzung Probleme mit dem Knie, wohl aufgrund einseitiger Belastung. Die Probleme werden aber immer weniger“, so Heyder. Auch zur Rolle von Eric Taylor nahm der Manager Stellung: „Es hat sich gezeigt, das Taylor auf der Position vier Probleme mit der Verteidigung von schnellen Gegnern hat. Für uns ist er eine Variante auf der Centerposition. Dort haben wir bereits Pleiß und Brown, so dass für ihn nur die Rolle des zehnten Manns bleibt.“

Zuversichtlich zeigte sich Heyder über das Erreichen der gesetzten Ziele der NBBL- und JBBL-Mannschaften. Beide Teams sind Tabellenführer und liegen auf klarem Playoff-Kurs. Das NBBL-Team habe seine Schlüsselspiele gegen Jena und Mainz allerdings noch vor sich. Unerwartet gut schlägt sich auch das im letzten Jahr noch im Abstiegskampf steckende Farmteam in der ProB, der TSV Breitengüßbach, das nun allerdings eine bitter Pille schlucken musste. Maurice Stuckey wird nach einem Mittelhandbruch vier bis sechs Wochen ausfallen. „Das ist bitter für ihn und für das Team. Er hat Breitengüßbach angeführt und war auf dem Sprung in das Nationalteam. Auch beim Bundesligateam hatte er sich gut eingeführt.“

Auch was die wirtschaftlichen Rahmendaten betrifft, liege man voll im Soll. Die Verpflichtung von Anton Gavel habe das Budget nicht belastet. Das zusätzliche Geld zu akquirieren, sei eine Leistung verschiedener Sponsoren unter der Führung von REWE sowie der Bamberger Basketball-Community „auf die ich stolz bin. Wir liegen zur Halbzeit im Rahmen des Budgets. Die Zuschauerzahlen stimmen“, sagte Heyder. Es sei allerdings ein Handicap, dass besonders die auswärtigen Fans oft nicht zu den Spielen kämen. „Es wird eine Aufgabe sein, klar zu machen, dass wir zu jedem Spiel auch an der Abendkasse noch Tickets anbieten können. Dies liege auch an den langfristig reservierten Gästekontingenten, die häufig frei würden. „Es gibt noch Tickets“, so der Manager.

Die JAKO Arena ist bei den Spielen der Brose Baskets zu 99,29 Prozent ausgelastet. Mit 67.517 Zuschauern liegen die Brose Baskets hinter Branchenprimus Alba Berlin auf dem zweiten Platz der Zuschauerstatistik.


Gute Neuigkeiten konnte Wolfgang Heyder auch vom geplanten Jugendförderzentrum vermelden. „Ich hoffe, dass die Arbeiten ende April beginnen können.“ Die wichtigen Gespräche laufen zwar noch aber der BLSV habe für Finanzierungs- und Bauplan bereits grünes Licht signalisiert. Dies sei umso wichtiger, da von der Entscheidung des BLSV auch die Zuschüsse der Stadt Bamberg abhingen.

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